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Bundesverband der Aramäer in Deutschland
Schicksal entführter Bischöfe in Syrien weiterhin unklar – Appell des Bundesverbandes der Aramäer an das Auswärtige Amt das Schweigen zu brechen PDF Drucken
Freitag, 03. Mai 2013

Heidelberg/Damaskus, 02.05.2013 – Mehr als 10 Tage nach der Entführung der beiden orthodoxen Erzbischöfe gibt es noch immer keine sicheren Angaben über deren Aufenthaltsort, die Identität oder Motive der Täter. „Die Sorge und Empörung der aramäischen Gemeinschaft weltweit über die Entführung dieser beiden hoch geschätzten Bischöfe wächst von Tag zu Tag ins Unermessliche“, so der Vorsitzende des Bundesverbands der Aramäer in Deutschland Daniyel Demir.

Bei der Entführung am 22. April 2013 nahe Aleppo wurden die Metropoliten von Bewaffneten verschleppt und der Fahrer der beiden getötet. Der syrisch-orthodoxe Erzbischof von Aleppo, Mor Gregorios Yohanna Ibrahim, und sein griechisch-orthodoxer Amtsbruder Boulos Yazigi, Erzbischof von Aleppo und İskenderun gelten als Mittler zwischen den verschiedenen Religionsgemeinschaften und leisten für den Dialog, welcher für die friedliche Zukunft Syriens und dem Zusammenleben der verschiedenen Kulturen alternativlos ist, einen unschätzbaren Dienst.

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Bewaffnete Rebellen entführen hochrangige Erzbischöfe in Syrien PDF Drucken
Dienstag, 23. April 2013

Heidelberg/Damaskus, 23.04.2013 – Bestätigten Berichten aus dem Syrisch-Orthodoxen Patriarchat in Damaskus zufolge, sind der syrisch-orthodoxe Erzbischof von Aleppo, Mor Gregorios Yohanna Ibrahim, und sein griechisch-orthodoxer Amtsbruder Boulos Yazigi, Erzbischof von Aleppo und İskenderun, gestern Opfer einer brutalen Entführung geworden.

Metropolit Boulose Yazigi, Bruder des griechisch-orthodoxen Patriarchen von Antiochia, Johannes X. Yazigi, dessen Diözese sich auch auf türkisches Gebiet erstreckt und Erzbischof Mor Gregorios Yohanna Ibrahim wurden auf dem Rückweg Bab Al- Hawa nach Aleppo von einer bewaffneten Gruppe gestoppt. Der Diakon und Fahrer von Bischof Ibrahim wurde getötet. Den Informationen zufolge sollen beide Erzbischöfe unversehrt sein. Der Vorfall ereignete sich in einem von der oppositionellen Freien Syrischen Armee kontrollierten Gebiet. Welche Gruppierung für den Mord und die Entführung verantwortlich ist, ist noch unklar. Auch mögliche (Lösegeld-) Forderungen sind derzeit unbekannt.

Daniyel Demir, Vorsitzender des Bundesverbands der Aramäer in Deutschland verurteilt diesen terroristischen Akt „auf das aller Schärfste“ und fordert „die unverzügliche Freilassung der Bischöfe“.

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Bundesverband der Aramäer würdigt Deutschlands Initiative syrische Flüchtlinge aufzunehmen PDF Drucken
Donnerstag, 21. März 2013

Heidelberg/Berlin, 21.02.2013 – Die Bundesregierung wird aufgrund der eskalierenden Gewalt in Syrien und des kontinuierlich wachsenden Flüchtlingsstroms in die Nachbarländer etwa 5000 besonders schutzwürdige Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien aufnehmen. In erster Linie sollen Familien mit Kindern, Kinder ohne Eltern, aber auch christliche Flüchtlinge aufgenommen werden.

Der Vorsitzende des Bundesverbands der Aramäer in Deutschland, Daniyel Demir, sieht im Vorstoß Deutschlands einen Akt der Humanität: „Die Situation der notleidenden aramäischen Flüchtlinge, von der wir uns vor Ort im Libanon, der Türkei und auch in Griechenland überzeugt haben, ist eine unsägliche Tragödie. Die Initiative der deutschen Bundesregierung ist daher ein wichtiges klares Zeichen der internationalen Solidarität mit den Aufnahmeländern in der Region, die mit der Aufnahme dieser Flüchtlingsmassen völlig überfordert sind.“

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"Ihr Christen werdet alle sterben" PDF Drucken
Donnerstag, 28. Februar 2013

Interview mit Daniyel Demir über die Aramäer, die vor der Gewalt in Syrien fliehen konnten

Daniyel Demir ist Vorsitzender des Bundesverbandes der Aramäer in Deutschland. Zusammen mit einer Delegation des Weltverbandes der Aramäer besuchte er im Januar und Februar Flüchtlinge und Vertriebene dieser christlichen Konfession, die besonders unter dem anhaltenden Bürgerkrieg in Syrien leidet. Die Delegation besuchte Lager in Griechenland, der Türkei und im Libanon. Und sie traf hochrangigen Würdenträger und Politiker in den Regionen rund um das Bürgerkriegsland. Das Interview führte Susanne Borée.

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